New Work braucht New Learning

New Work braucht New Learning

Warum wir Lernen in Unternehmen neu denken müssen – und wie der Einstieg gelingt 

In der Arbeitswelt von heute ist vieles im Wandel: Strukturen lösen sich auf, Hierarchien werden flacher, Technologie durchdringt jeden Arbeitsbereich. Gleichzeitig fehlen Fachkräfte – und damit Menschen, die nicht nur performen, sondern lernen und sich weiterentwickeln wollen. 

Unternehmen, die auf diese Veränderungen mit alten Weiterbildungskonzepten reagieren, bleiben auf der Strecke. Denn Lernen ist längst mehr als Schulung oder Training. Es ist ein strategischer Erfolgsfaktor. Oder, wie wir sagen: 

Lernen ist das neue Betriebssystem. 

Doch wie sieht Lernen aus, das zu dieser neuen Arbeitswelt passt? Wie entsteht eine Lernkultur, die nicht nur gut klingt, sondern im Alltag funktioniert – in Projekten, Meetings, Onboardings und mit Hilfe von KI? 

Am 08. Mai 2025 hat Albrecht Kresse (Gründer und Geschäftsführer der edutrainment company) auf dem MAWI Forum in der Zeche Zollverein einen Vortrag zu genau diesem Thema gehalten: 
„New Work – New Learning“

Seine zentrale Botschaft: „New Work braucht New Learning – und zwar jetzt.“ 

Begleitend zum Vortrag hat er eine Checkliste mit zehn praxisnahen Hacks zusammengestellt, die zeigen, wie Unternehmen Lernen heute neu denken – und im Alltag wirklich verankern können. 

In diesem Artikel stellen wir drei dieser Hacks genauer vor. Die vollständige Checkliste gibt’s am Ende zum Download. 

🎯 Hack #1: Start with Why – Lernen braucht Sinn 

Wer nicht weiß, warum er oder sie etwas lernen soll, wird es auch nicht wirklich tun. Klingt logisch, wird aber im Alltag oft ignoriert. Neue Prozesse? Pflichtschulung. Neue Software? E-Learning-Link. Neue Führungskultur? PDF-Handbuch. 

Und die Frage, die sich Mitarbeitende stellen: 
„Was hat das mit mir zu tun?“ 

Ein echtes „Warum“ fehlt – und damit auch die Motivation. Das führt zu einem der häufigsten Fehler in der betrieblichen Weiterbildung: hoher Aufwand, wenig Wirkung. 

🔍 Was hilft: 

  • Vermitteln Sie den Sinn eines Lerninhalts auf drei Ebenen: für das Unternehmen, das Team und die einzelne Person. 
  • Nutzen Sie Storytelling, Praxisbeispiele und Zielbilder. 
  • Bauen Sie das „Why“ sichtbar und emotional in jedes Lernformat ein – ob Kick-off, Video oder Einladung zur Lernplattform. 

💬 Ein schönes (Negativ-)Beispiel was wir alle kennen: 
Der Mathematiklehrer, der auf die Frage „Wofür brauche ich das?“ antwortet: „Fürs Abitur.“ 
Wir alle wissen: Das ist zu wenig. 

🧠 Hack #2: Selbstlernen fördern – mit Struktur und System 

In einer Welt, in der sich Wissen rasant verändert, ist die Fähigkeit, selbstständig und kontinuierlich zu lernen, entscheidend. Doch auch hier lauert ein Missverständnis: Nur weil Mitarbeitende YouTube oder ChatGPT kennen, sind sie noch keine guten Selbstlernenden. 

Denn echte Selbstlernkompetenz bedeutet mehr: 

  • Ziele setzen – und sie nicht nach zwei Tagen wieder vergessen. 
  • Informationen bewerten – und zwischen gutem Content und Halbwissen unterscheiden. 
  • Sich selbst organisieren – auch neben Deadlines, Meetings und Projektstress. 

🚀 Was Unternehmen tun können: 

  • Selbstlernen systematisch integrieren – z. B. über Lernzeiten im Kalender oder digitale Lernpfade. 
  • Methoden wie „Lernen lernen“ aktiv vermitteln, z. B. in kurzen Selbstlernmodulen. 
  • KI-Tools nicht nur freigeben, sondern erklären und in den Alltag integrieren. 

🎓 Wer das schafft, fördert nicht nur Lernkompetenz – sondern auch Selbstwirksamkeit. 

🎯 Hack #3: Die Zielgruppe verstehen – statt an ihr vorbei lernen lassen 

Jedes Lernangebot ist auch ein Kommunikationsangebot. Und wie im Marketing gilt: Nur wer seine Zielgruppe wirklich kennt, kann Angebote gestalten, die wirken. 

📌 Doch was bedeutet das konkret? 

  • Welche Formate passen zum Alltag der Mitarbeitenden? 
  • Welche Sprache nutzen sie? 
  • Welche Lerngewohnheiten und Vorlieben bringen sie mit? 

👂 Der einfachste Weg: Fragen Sie! 
Statt im stillen Kämmerlein Formate zu entwickeln, nutzen Sie Feedbackschleifen, Lerntyp-Checks oder kurze Umfragen. Die Investition zahlt sich doppelt aus: Ihre Angebote werden besser genutzt – und als wertschätzend wahrgenommen. 

💡 Tipp: Gestalten Sie Lernangebote nicht für sich selbst – sondern für Menschen, die sich gerade zwischen Teams-Call, Projektplanung und Kinderabholung befinden. Relevanz entsteht durch Passung. 

📥 Holen Sie sich die komplette Checkliste 

Lernen neu denken – das ist kein einmaliges Projekt, sondern ein Kulturwandel. Die gute Nachricht: Es gibt viele praktische Ansätze, um diesen Wandel Schritt für Schritt zu gestalten. 

Unsere Checkliste „10 Hacks – New Work New Learn“ bündelt alle zentralen Erfolgsfaktoren für eine moderne Lernkultur – kurzweilig, praxisnah und mit konkreten Umsetzungstipps. 

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